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  • Oliver Schmitt

Stress-Check 2020: Volkskrankheit Grübeln

Die erste Veröffentlichung des Stressmanagement.Institute zu den Stressbelastungen zeigt, dass besonders die 30-40-jährigen, Angestellte ohne Führungsverantwortung und Personen mit niedrigem Bildungsniveau betroffen sind. Grübeln entpuppt sich als Volkskrankheit, etwa 1/4 aller Befragten steht am Burnout. Unzählige manifeste Symptome zeigen Handlungsbedarf auf.


Stress-Check 2020: Ungleich verteilte Belastungen

Die Ergebnisse des Stress-Checks, der unter 280 TeilnehmerInnen durchgeführt wurde, zeigt klar: Unser Alltag ist durch Belastungen geprägt. Besonders das Grübeln (kreisende Gedanken), aber auch Unzufriedenheit und Nervosität sind weit verbreitet. Die Belastungen sind darüber hinaus in den jüngeren Altersgruppen, also 21-30 und 31-40 Jahre besonders stark ausgeprägt. Zudem sind Schichten mit geringerem Ausbildungsniveau sowie Angestellte in Hilfstätigkeiten bzw. Spezialisten ohne Führungsverantwortung besonders betroffen.

Mag. Bettina Klaninger sieht dieses Ergebnis auch von anderer Literatur und Forschung verifiziert: "Auch andere Studien zeigen immer wieder die besondere Belastung der Gruppe der 30 bis 40-jährigen. Die Mehrfachbelastungen durch Karriere, Familie und eigene hohe Ansprüche sind in dieser Altersgruppe besonders hoch. Der Aufbau von Stresskompetenz ist eine wirksame Lösung zur nachhaltigen Prävention."

Der Aufbau von Stresskompetenz als Schlüsselelement

Die ersten körperlichen Warnsignale wie Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen werden neben dem genannten Grübeln, Unzufriedenheit und Nervosität noch von einigen anderen emotionalen und kognitiven Warnsignalen begleitet: Angstgefühle / Versagensängste und innere Leere / Ausgebrannt sein. Zu wenig Sport / Bewegung sind oftmals genannte Begleiterscheinungen.

Als effektive Verbesserung der Belastungen und Prävention nachgelagerter gesundheitlicher Folgen empfiehlt sich ein Aufbau der individuellen Stresskompetenz. Dieser Aufbau erfolgt unter anderem über das Arbeiten an individuellen Stressverstärkern - diese Arbeit erfolgt im Stressmanagement.Institute in Form eines individuellen, personalisierten Trainings und kann eine relative rasche Kompetenzsteigerung und damit verbundene Reduktion der Symptome bewirken.

Neue Wege im Arbeitsumfeld gefragt

Wenn ca. 1/4 der Befragten am Burnout steht, ist das ein klares Warnsignal - insbesondere im beruflichen Umfeld können hier entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, die Folgeschäden in allen Richtungen verhindern können. Unternehmen sind deshalb gefordert für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu sorgen - effektives Stressmanagement hat sowohl auf individueller Ebene als auch auf struktureller Unternehmensebene anzusetzen. Mag. Oliver Schmitt bekräftigt: "Während wir seit Jahren über neues Arbeiten sprechen, die Unternehmen sich als attraktive Arbeitgebermarke gegenüber Leistungsträgern und Talenten zu positionieren versuchen und der Mitarbeiter mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt beschworen wird, steigen die Belastungswerte. Neben allen Verbesserungen der Rahmenbedingungen haben wir anscheinend vergessen, den Mitarbeitern auch die Kompetenz für den Umgang der nun einmal herausfordernder werdenden Umwelt mitzugeben. Ich plädiere deshalb für einen Kompetenzaufbau auf allen Ebenen in den Unternehmen."

Im Rahmen des Kompetenzaufbaus geht es um einen differenzierten Zugang zu den unterschiedlichen Belastungen und Herausforderungen - so haben Führungskräfte andere Herausforderungen im Rahmen ihrer Rollen zu meistern als beispielsweise Angestellte mit Spezialistenstatus ohne Führungsrolle. Eine individuelle Vorgehensweise im Bereich des Kompetenzaufbaus erscheint in diesem Zusammenhang zielführend.


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